Freigebigkeit

Wie viele Dinge gibt es, die wir nicht brauchen. Und wie oft sehen wir Menschen, denen schon ein klein wenig von dem, was wir besitzen, sehr viel nützen würde. Wie schön wäre es, wenn die  nicht mehr gebrauchte Nähmaschine in Bangladesh  bei einer Näherin landen würde! Oder in Brazzaville. Dort landen immer nur unsere Plastiktüten oder die Hühnchenflügel.
Erstmal gehen wir daran, unseren Bedarf genau zu betrachten. Welche Dinge brauchen wir wirklich, welcher Konsum ist wirklich überflüssig? Wenn wir unseren Konsum kritisch sehen, fällt es uns auch leichter, unseren Bedarf ökologischen oder Fairness-Kriterien zu unterwerfen. Das ist nicht ganz leicht – zugegebener Maßen – denn unser Wohlergehen hängt von so vielen Dingen ab, die wir gar nicht mehr wahrnehmen: Vanille-Joghurt, Kartoffelchips, Weinbrandbohnen, Raumduftsprays, das 15te Paar Schuhe, das 25 T-Shirt.
Auch die genaue Betrachtung der Dinge, die wir wegwerfen ist lohnend. 43% der gekauften Lebensmittel landen auf dem Müll.
Wenn wir erstmal realisieren, wie gut es uns geht, dann erreichen wir spielend die Phase, in der wir bereit sind, etwas abzugeben. Nur: wohin mit unserer Spende? Genaue Recherchen haben ergeben, dass 43 Milliarden Euro „Entwicklungshilfe“ Afrika nichts gebracht haben. Im Gegenteil! Die Hilfe ist nicht nur versandet, sondern hat sogar zu falschen  Einstellungen bei Gebern und Empfängern geführt.
Aber geben sie nicht auf: Der Fußballverein nebenan braucht für die Kids Trikots, Greenpeace hat ein Spendenkonto und in ihrer Nachbarschaft gibt es sicher Initiativen, die Unterstützung sehr gut gebrauchen können. Sie müssen sich erstmal nur ein wenig Zeit nehmen und ein wenig sprechen, fragen und nett sein.  Schließlich können sie ihre Freigebigkeit zeigen oder sie machen es heimlich –über den Pfarrer oder die Gemeindeschwester. Oder das Sekretariat im Altenheim. Bitte: Geben Sie ihrer Spende eine Widmung: Z.B.: Honorar Klavierspieler / Singstunde. So können sie sicher sein, dass das, was sie erreichen wollen, auch tatsächlich eintrifft: Sie schenken Lebensfreude!

Über greski

1949 geboren in Stralsund. Studium in Berlin. Sport-Management, Eventmanagement, Coach, Trainer, Texter, Blogger
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