Buddha geht ins Nirvana

Am ersten Vollmond im Mai: Buddha geht in den Zustand des Erwachten ein.

 

Es gibt viele Gründe, um inne zu halten.

Siddharta hat den Weg des Buddha für uns geöffnet: Achtsamkeit

Samurai

Die riesigen japanischen Schwerter, die großen Bögen…fast alle japanischen Kampfkünste nötigen uns Respekt ab, weil sie wie eine Kunst ausgeführt werden. Das Training, das Kampfgeschehen geht in einer Konzentration voran, der wir kaum folgen können.

Die großen Samurai waren Schriftsteller, malten Bilder und schrieben Haikus, diese Kurzgedichte voll von Weisheit und genauer Reflektion. Auch die Bilder der mittelalterlichen Kunst sind voll von Genauigkeit und Weltentrücktheit wie auch die japanischen Gärten, deren Steine und Pflanzen wie eine Landschaft zusammengesetzt sind, wie eine Landschaft des Geistes.

Sicherlich trainieren westliche Sportler genauso konzentriert, nutzen Skifahrer und Eishockeyspieler ihre kontemplativen Fähigkeiten zum Erreichen außergewöhnlicher Leistungen. Und doch respektieren wir den Ernst japanischer Kämpfer.

Wenn das rationale Bewusstsein, wenn Gehirnfunktionen, die eher mit der der äußeren, unwesentlichen Organisation des Körpers, der Umgebung, oder z.B. dem Publikum beschäftigt sind ausgeschaltet, reduziert oder zumindest gleichgültig werden, dann kann sich die Handlung an sich zum Mittelpunkt werden. Wenn in einer Meditation der Lauf einer Fliege über das Gesicht zum Unbeachteten gehört, wenn Schmerzen, Ängste oder Bequemlichkeit zur nicht wahrgenommenen Nebensache wird, dann kann sich eine neue Kraft in uns entfalten, die ungeheuer werden kann.

Jeder hat solch sportlichen Leistungen gesehen und kann sie immer wieder sehen: beim Marathon, bei den Paralympics: wir stehen fassungslos vor diesen und schämen uns unserer eigenen Leistungen.

Und der Samurai?

Sie lebten zurückgezogen wie oder als buddhistische Mönche und fassten ihre Übungen als Training des Bewusstseins auf. Überwindung des Ego mit all den egoistischen Störungen, die von ihm ausgehen. Andere Mönche übten die Versenkung oder das Yoga, diese übten die Verteidigung und den Angriff- den Tod im Auge.

Wieder begegnet uns die Angst, begegnet uns unser Ego, begegnet uns das, was wir sollen, müssen oder gezwungen tun.

Davon frei zu sein, bedeutet, einen neuen Spielraum zu gewinnen, den wir für Gedanken, für Schnelligkeit, Genauigkeit, für ästhetische Schönheit oder unsere ungeahnten Kräfte nutzen können.

Heute begegnen uns Samurais auf den Judo-Matten, in den Dojos der japanischen Sportarten. Immer dann, wenn sie niedersinken zur Meditation in die Trance, dann können wir mit ihnen ziehen in die weiten des Bewusstseins. Und beginnen, unsere Kräfte neu zu ordnen, dorthin, wo unsere Freiheit beginnt!

Demut

Das Ego ist  zusammengesetzt aus unseren Tageswünschen, unserem Verhalten,

wir richten unser Streben auf Gewinn und Verlust, auf Ansehen und Schande, auf Freude und Leid und auf Lob und Kritik.  Wie stark die Energie ist die wir auf diese Gegensätze richten, hängt von unserer seelischen Verfassung ab, von dem was wir meinen, tun zu müssen.

Obwohl wir wissen, dass unser Ego schwer zu beruhigen ist, dass unsere Wünsche und Gedanken uns selten auf Dauer zufrieden stellen und wir auch spüren, dass aus all unserem täglichen Handeln Unruhe, Unglück, Stress, Angst und Verzweiflung wächst, kommen wir immer wieder zu dem Schluss: „Gebt mir ein kleines bisschen Zeit, ein kleines Kapital, einen kleinen Gewinn, eine bisschen Liebe, und schon wird sich alles zum Besten auflösen.“

Demut sagt uns, dass unser Ego nicht so wichtig ist. Dass wir und unsere Rolle nicht so bedeutend sind, wie wir annehmen und dass unsere Wünsche und unsere Ablehnung meistens vergehen wie die Wolken im Flug über unsere Welt.

Indem wir unsere Bedeutung bescheiden verkleinern, verkleinern wir auch unsere Sehnsucht nach all dem, was uns bedeutsam machen könnte.

Es ist ein heilsamer Blick auf die Welt, wenn er eben absichtsvoll nicht aus der Perspektive des Wichtigen, Bedeutsamen und der „zentralen Wichtigkeit“ kommt, den unser Ego allzu leicht anzunehmen pflegt,  sondern aus der Ecke dessen, der weiß, dass das eigene Leben wie ein Wimpernschlag ist, das unsere Größe angesichts des Universums ein Nichts  ist und  dass unsere Sorgen gemessen an denen aller Menschen nicht wahrnehmbar ist.

Es ist heilsam, diesen Blick zu trainieren.

Am besten  immer dann, wenn wir fast verzweifeln, weil wir meinen, dass unser Handeln total wichtig sei!

Angst: Blockierung der Energie

Von unserer Geburt an gehen wir unabänderlich dem Tod entgegen. Not, Unsicherheit, unlösbare Aufgaben und die Konfrontation mit den Problemen der Welt sind Herausforderungen, für deren Bewältigung jede Person unterschiedliche Bewältigungsstrategien entwickelt hat: Kraft, Kampf, Ich-Stärke, Positive Aussicht, Illusion, oder Flucht in angstfreie Räume sind die positiven  Motoren, die von den Ängsten angetrieben gerade diese Ängste verringern oder auflösen können. Angst gehört zu unserem Leben, wie das Atmen. Doch wir sind aufgerufen und haben das Potential, Angst zu überwinden, Ängste zu reduzieren und durch positive Energie zu ersetzen:

Eine starke Strategie gegen die Angst ist das Lachen. Lachen kann – durch Lachyoga künstlich erzeugt – all die Botenstoffe, Hormone, Neurotransmitter, Hirnareale und über 80 Muskelgruppen aktivieren, als ob wir tatsächlich etwas zu Lachen hätten.

Eine ebenso wirkungsvolle Strategie gegen die Angst ist Bewegung: auch hier werden im Körper Energiefelder aufgebaut, die gegen die Angst wirken. Sport kann Endorphine freisetzen, gibt uns das Gefühl der Stärke und kann uns den Genuss der Natur verschaffen.

F.P. Gallo lehrt einen Strategie gegen die Angst: das Gehirn kann nicht einerseits durch Angst blockiert sein und andererseits entspannende körperliche Übungen vollführen. Werden nun äußerlich die entspannenden Übungen eingesetzt und gleichzeitig das Angstobjekt innerlich betrachtet, so löst das Gehirn die Blockade möglicherweise auf.

Der schlechthin unmögliche Karfreitags-Song von Monty Python (s.a.: youtube) ist die ultimative Aufforderung, dann wenn Ängste unsere Energie blockieren, den Blick über den Teller-Rand zu heben- so hoch er auch unser Blickfeld einengen mag: „Always look on the bright side of life“ heißt die Strategie, die uns neue Perspektiven des Sehens, Fühlens und Denkens ermöglicht.

Also dann, wenn Ängste sie ergreifen und zu lähmen beginnen, warten sie nicht auf die komplette Blockade: werden sie aktiv und aktivieren sie die Hirnareale, die ihnen fast immer ungeteilt zur Verfügung stehen, wenn sie nur wollen!

 

 

Empathie, Mitgefühl trainieren gegen Burn-Out

Mitgefühl ist eher ein Gefühl, das uns überfällt, erfasst oder sogar überwältigt.

Doch gerade dann, wenn unser Selbst Mitgefühl verweigert, obwohl eine innere Stimme uns „erweichen“ will, wenn die Härte des Lebens unser Herz zu Stein werden lässt, sind wir gut beraten, Mitgefühl und Empathie zu trainieren.

Ohne gut funktionierendes Gleichgewicht zwischen Mitgefühl und Selbstentwicklung kann das Funktionieren in sozialen Netzen, in Unternehmen oder in Teams gefährdet sein.

Unsere Persönlichkeit entsteht hauptsächlich durch Erziehung, tägliche Erfahrung und lebenslanges Lernen. Dabei entwickeln sich Werte, Normen und Verhalten, die unser Weiterkommen auf dem Weg zu einer positiven Entwicklung unseres Lebens positiv unterstützen.

Gewöhnlich werden Erfahrungen, je weiter sie von unserem Gesichtskreis entfernt sind, desto weniger in unser Mitgefühl einbezogen. Fällt ein Kind vor uns hin, heben wir es tröstend auf. Wir wären überfordert, würden wir ähnlich starke Gefühle gegenüber allen Kindern dieser Welt empfinden. (Oft genug wurde hier beschrieben, wie sehr die moderne emotionale Informationsflut und das unmittelbare Herantragen von Mitgefühl unser Selbst stressen kann.) Selbstschutz, natürliche Distanziertheit und Abgrenzung sind einige Instrumente mit denen unser Selbst sich gegen übermächtige, andauernde oder unberechtigte Attacken des Mitgefühls erwehren kann, soll und muss.  Im Sinne des Gleichgewichts steht also dem total mitfühlenden Menschen einerseits andererseits der gepanzerte Eisblock gegenüber. Beide Extreme sind für unsere Persönlichkeit gefährlich.

Mitgefühl zu trainieren bedeutet, dass wir die Regeln unseres Selbst Stück für Stück, manchmal oder ganz bewusst zu bestimmten Gelegenheiten aufheben. Gegen unsere so natürlichen Schutzmechanismen wie z.B.: Selbstschutz, Ekel, Ablehnung, Desinteresse oder sogar Intoleranz werden die anderen Teile unsere Persönlichkeit aktiviert, die uns dazu bringen können, Mitgefühl u zu empfinden: Fairness, Gerechtigkeit, Tierliebe, Naturliebe etc.

Mitgefühl ist deswegen ein sehr bedeutsames Softskill, weil es uns ermöglicht, neue Perspektiven zu entwickeln und Potentiale zu erweitern, kreativ neue Wege zu gehen.  Mitgefühl kann uns dazu bringen, die Persönlichkeit eines Mitarbeiters neu zu beurteilen. Es kann helfen, festgefahrene Stress-Situationen zu lösen, es kann Ehen wieder fahrtüchtig machen und unsere Umwelt in neuem Licht erstrahlen lassen.

Mitgefühl lässt uns die besten Teile unserer Persönlichkeit spüren und Freude an unseren Fähigkeiten und  an dieser Welt ursprünglich erleben, wenn wird tatsächlich Mitgefühl praktizieren. So ist Mitgefühl auch zentrale Therapie gegen Depression und Burn-Out.

Praxis heißt, unser Verhalten aktiv – dem Mitgefühl folgend – zu verändern: lassen sie sich von ihren natürlichen Gefühlen überraschen!

Im Sinne des Mindfitnet Schwarms © bewegen sich durch das Training des Mitgefühls fast alle Softskills der Emotion und der Denk-Art!

Nonverbale Kommunikation

Mit unserem Verstand können wir vieles kontrollieren. Der Neurobiologe G. Hüther (s.Internet) spricht davon, dass wir sehr wenig mit dem rationalen Gehirn beeinflussen können, wenn unser Tun  nicht mit Emotionen – wie z.B. Begeisterung oder Wut- gekoppelt ist. Unsere nonverbale Kommunikation ist oft dem rationalen Gehirn entzogen und wird von unbewussten Emotionen gesteuert. Und die zeigen oft ungebremst, was wir empfinden und was wir gerne wollen.

Fragen sie ein Kind, dem sie einen großen Wunsch erfüllen, ob es das oder jenes will! Wenn  es gut erzogen ist, dann wird es schüchtern und gebremst sagen: „Nein das will ich nicht!“ Aber in den Augen und am Körper sehen wir, wie sehr es etwas haben will.

Wenn wir also unsere nonverbale Kommunikation steuern wollen, sollten wir sehr genau überprüfen, wo unsere Emotionen sind. Diese Status-Kontrolle ist umso wichtiger, je bedeutsamer die Kommunikation für uns ist. Bevor wir uns auf ein  Gespräch, eine Diskussion oder eine Präsentation einlassen, sollten wir die Emotionen klären, die beteiligt sind: „Bin ich unsicher?“(Angst) „Will ich es jemand zeigen (Wut), Will ich etwas beweisen (Eifersucht) bin ich herablassend (Stolz), will ich etwas unbedingt(Gier), will ich etwas überspielen (Nicht-Wissen)?

Diese Gefühle zu kontrollieren ist eminent wichtig, denn sie formen im Hintergrund die Performance, die doch gerade jetzt ganz neutral aussehen sollte. Nach der Statuskontrolle, sollten die Gefühle verändert werden, indem wir sie rational (rational- emotive Fragen, s.a.: A. Ellis) oder emotional (Change, systemische Fragen, Meditation, Softskills) bearbeiten.

Es kann entscheidend sein, wie erfolgreich diese Arbeit an uns selbst durchgeführt wurde. Denn Fehler im Vortrag, die berühmten „Freud’schen Versprecher“ oder „-Fehlleistungen“, uncooles Handwedeln, Schweißausbrüche, abwertende Körperhaltungen  können den Erfolg von großartigen Vorträgen, Gesprächen oder Auftritten ausbremsen. Fassungslos stehen wir vor einem Misserfolg und fragen uns: „Was ist mir da passiert?“

Sollte der rationale Anteil eines Auftritts das Gehirn mit 20% seines Potentials beschäftigen, was schon eine hohe Begeisterung für das Thema und für die Performance bedeuten würde, so sollten wir vorsichtig sein und sehr genau unseren unbewussten Hintergrund ergründen. Dieser kann das Gehirn nämlich zu ungeahnt hohen Beteiligungen animieren. So mischt sich das unbewusste in unsere rationalen Geschäfte ein! Es ist also gefragt, den Hintergrund unseres Handelns zu klären, nötigenfalls zu verändern, damit im Vordergrund das erscheint, was wir wirklich kommunizieren wollen und nicht unseren unbewussten Hintergrund. Manchmal genügt es sogar, einfach die Langeweile zu vertreiben!

Opfer-Rolle

Eines der größten Hindernisse für unsere Entwicklung ist der kleine Gedanke: “Warum sollte ich es so schwer haben!” Mit diesem Gedanken können alle positiven Energien gestoppt werden.

Meistens brauchen wir für unseren positiven Energie-Haushalt Kraft, Überzeugung und unseren Willen, uns zu entwickeln. Mit dem Blick auf die Couch, den Fernseher, den Kühlschrank stellen wir  diese positive Energie in die Ecke des Opfers. Es folgen die ganzen Brüder und Schwestern dieses ersten Gedankens: “Muss gerade ich positiv denken? Geht es nicht auch einmal bequem? Warum bin ich immer für das Gute zuständig?” So wie ein Stein in einen See fällt, und dort Wellen verursacht, so breiten sich diese “Opfer- Gedanken” aus. Und tatsächlich: Wir werden müde, fühlen uns schwach und eigentlich unzuständig für das, was wir bis vor Sekunden positiv bewältigen wollten.

Das Rezept für die Überwindung des ersten kleinen Gedankens ist: Lass ihn vorbei ziehen wie eine Wolke! Wir alle kennen ihn, weil er ja unvermeidlich immer dann kommt, wenn wir uns an die positive Arbeit machen; wenn wir Energie haben;  wenn wir  etwas Schönes oder etwas Schweres realisieren wollen; wenn wir einen Schritt voran kommen wollen.

Und wie die Wolken vorbeiziehen, wie sich die Wellen in einem See beruhigen, wenn wir nur still zusehen, so verschwindet dieser kleine Gedanke. Wenn  wir ihn aber festhalten, dann entwickeln sich wie eine Kette aus schwerem Eisen die weiteren “rationalen” Schlüsse! Schließlich sitzen wir in einem schwarzen Loch voll von negativer Energie. Wir wissen dann ganz sicher: die ganze Welt, das System, alles worüber ich mich ärgere ist Schuld daran, dass ich nichts machen konnte. Dass mich meine positive Energie nicht weitergeführt hat.

Noch ein zweites Rezept aus der chinesischen Küche gibt es.  Es heißt:  “Das Feuer unter dem Kessel wegziehen” ! Es bedeutet, dass wir  diesen Anfangsprozess der negativen Energie mit einem Akt des Willens beenden. Diese unbekömmliche Opfer-Suppe wird nicht weitergekocht.

Die Übung der Anwendung beider Rezepte ist ganz leicht und bietet sich ständig an. Immer wenn diese kleinen süßen, verführerischen” Opfer-Gedanken” kommen, wenden wir sie an. Das ist ein ständiges Training, denn sie kommen immer wieder, solange wir denken können!

Frank Farelly sagt: Wir sind faul, fixiert und feige, wenn es um unsere Entwicklung geht. Das stimmt nicht ganz. Denn in uns gibt es die Freude der Entwicklung, die wir bewahren können.

Höheres Selbst

Als Kinder sind wir mit der höheren Lebensenergie unmittelbar verbunden. Gesunde und glückliche Kinder machen alle Entwicklungsschritte wie von selbst. Sie lernen, sie spielen und sie gestalten soziale und emotionale Bindungen, aus denen sie die Schritte zu ihrer eigenständigen Persönlichkeit gehen können.

Die Erfahrung dessen, was wir unumstößlich für ein erfülltes Leben brauchen, kommt durch das Verbundensein mit fremden Erfahrungen hinzu. So lernen wir, dass Erfolg wichtig ist und worin er zu sehen ist.  Wir lernen, welche Normen wir zu erfüllen haben und welchen Regeln wir zu folgen haben. Erst jetzt beginnt ein Ego sich bemerkbar zu machen, das äußere Dinge zum Maßstab des inneren Glücks zu machen beginnt.

Das Ideal der Kindlichkeit als Softskill beschreibt also einen Weg zurück zu der Unbefangenheit und natürlichen Unbeschwertheit, die wir als Fähigkeit auf dem Weg zur Persönlichkeit mehr oder weniger verloren haben, aber als Traum immer in uns tragen. Der Zustand der Verliebtheit, den fast alle Menschen als äußersten Glückszustand beschreiben, kann auch hier als Beweis dienen. In der Verliebtheit sind wir oft wie kleinen Kinder und fühlen uns dabei sehr wohl.

Kindlichkeit kann durch das Training mit der Freude zurück gewonnen werden. Freude, Lachen, Ausgelassenheit, das Weglassen vieler gelernter und rationaler Erfolgsrezepte kann der Weg zu Zuständen sein, in denen wir unsere ursprüngliche Energie, unsere Verbindung zu unserem höheren Selbst  spüren können.

„Höheres Selbst“ bedeutet nicht mehr, als dass unsere Persönlichkeit mit dieser Ursprünglichkeit, mit der wir als Kinder auf diese Welt gekommen sind, in Verbindung steht und mit ihr die Aufgaben des Lebens bewältigt.

Es kann eine Aufgabe der Persönlichkeitsentwicklung sein, diese ursprüngliche Verbindung zu einer höheren uns angeborenen Energie wiederherzustellen. Wenn Stress und Unglück zu Gefühlen von Trostlosigkeit, Wertlosigkeit oder zu Depressionen führen, kann sich das Ego im Gegensatz zu dieser „höheren Energie“ befinden und so zu schweren Störungen führen. Der Weg aus diesem Zustand kann der Weg der Achtsamkeit sein!

Zen-Wehmut

Es ist nicht besonders heilsam, immer zurück zu schauen und das Frühere als das Bessere anzusehen. Hier und jetzt sind wir mit all unseren Kräften und Potentialen gefordert. Heute ist ein Frühlingstag und er wird uns zeigen, was wir heute zu erledigen haben.

Die Faszination des japanischen Zen ist der  Blick auf die  Ästhetik der japanischen Traditionen. Schon im Buddhismus angelegt ist die immerwährende freudige Suche nach dem Wesentlichen: Auf welche Eigenschasften unseres Selbst müssen wir uns konzentrieren, um heute und jetzt unser Leben am besten zu meistern. Welche Regeln und Grundsätze sind diejenigen, die uns in der Bewältigung unserer Aufgaben am weitesten vorwärts tragen. Schließlich: was unterstützt uns am besten in der Entwicklung unserer Persönlichkeit.

Der Buddhismus hat mit seiner Suche nach dem Wesentlichen die Grundlage für die Suche nach Einfachheit und Sparsamkeit des Ausdrucks gelegt, die Zen Meister haben die Sehnsucht nach Schönheit kultiviert:

Wabi ist die Suche nach der Anmut im Einfachen und die Lust am Mangel

Sabi ist die Rückkehr zum Ursprünglichen und die leise Wehmut über die Vergänglichkeit des  Ursprungs

Yugen ist die Wahrnehmung der Einheit des Ganzen und der Tiefe des Schönen

Die wahre Tiefe des Zen ist uns Europäern womöglich ganz verschlossen. Doch schon ein Moment des Verweilens in dem Wesentlichen, was ein japanischer Garten, ein traditionelles japanisches Kunstwerk, das Bogenschießen, Kendo,  die anderen japanischen Sportarten , ja sogar die japanische Kochkunst  uns zeigt, ist für uns heilsam.

Die europäische Idee ist die des unbegrenzten Wachstums und der Allmächtigkeit des Geistes in der Welt, des Stress und der Bewältigung des Stress. Und so sind wir immer weiter gewachsen und stehen nun vor der Grenzenlosigkeit unserer Wünsche, stehen vor unserem Stress  und beginnen zu begreifen, dass Fortschritt, Wünsche, Wachstum im Äußeren uns nicht weiter bringen. Wir sind reich geworden und können kein Glück darin finden. Ist die Welt möglicherweise sogar ärmer geworden?

Zen-Weisheit hält manche Antworten für uns bereit.

5 Gifte

Die fünf Gifte, die unsere Energie gründlich angreifen sind: Hass, Gier, Nicht-Wissen, Stolz und Eifersucht. Diese Gifte bemächtigen sich immer wieder und allmählich unserer Gedanken und sorgen dafür, dass unsere Freiheit eingeschränkt ist. Unsere Energie wird dann wieder positiv, wenn wir täglich üben, die 5 Gifte in all ihren Unterformen und kleinen Mischungen in das Gegenteil zu verwandeln:  Hass wird zu Mitgefühl, Gier wird zur Unbewegtheit, Nichtwissen zu Weisheit, Stolz zu Demut und Eifersucht zum Loslassen.

Unsere Gedanken neigen dazu, sich immer wieder der Praxis der inneren Freiheit und der positiven Energie zu entziehen. Feigheit, Faulheit und Fixierung auf Gewohntes lassen uns immer wieder dorthin abschweifen, wo uns  Vieles versprochen ist, aus dem wir Gewinn ziehen möchten: Wir wollen andere Lebewesen zu unserem Nutzen vernichten , wünschen mehr als wir brauchen; unsere Weltsicht sehen wir als die einzig wahre an, unsere Erfolge machen wir gerne größer und besser als der andere wollen wir fast immer sein. Und so sind wir mit diesen Giften tagaus, tagein beschäftigt.

Unsere Energie wird dabei immer kleiner, denn wir wissen im Innersten:  nichts von dem reicht über unser materielles Ende hinaus.

Füllen wir unsere Seele dagegen mit Weisheit und Freiheit, mit Demut, Gelassenheit und Mitgefühl, wird sich unsere Energie zum Glück der Freiheit wandeln.